Kunst heute

Kunst war einst Ergebnis Grenzen sprengender Genialität
Ein produktiver Wirbelsturm – nur entfesselt, nie gesät;
Heute ist sie nur Produkt und erfüllt Konsum-Funktion
Künstler sind Funktionäre und Banalität ist Legion.

Eingesperrt in Stein fehlt der Zugang für die Leute
Doch für Trash-TV und Industrie sind sie ohnehin nur Beute
Das Spiel der Massen, zu einem skurrilen Ende überspitzt
In Plastik und Beton gegossen, blutig mit Eisen eingeritzt.

All das Schöne? Aus der Sozietät heraus säkularisiert
Ästhetik? Gibt es – als Mager-Stereotyp mit Photoshop editiert
Genialität? Heute in Zahlen und Gewinn gemessen.
Wünschelrute, Träume, Zauberworte – längst vergessen?

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2 Gedanken zu „Kunst heute

    • Ich denke schon. Allein deshalb, weil Genialität und die Autonomie der Kunst ja durchaus Entwicklungsschritte waren. Ästhetisierungsprozesse als kulturelle Revolution, ohne dass es um kommerzielle Gewinnmaximierung geht, gab es schon immer – und wird es wohl auch geben. Aber ich glaube, sie sind versteckter denn je.

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